Und kein Radio pennt

Wenn ich mich nich denken hören kann, liegt das daran, dass der Lärm  ringsum sich wichtiger findet und dazu noch meine Ohren. Dann würde ich gern etwas schreiben, kann aber nich, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin, schreien zu wollen, weil die Radiomusik zu laut, das Getrappel auf dem Flur zu trappelig, der Drucker zu piepsig und überhaupt meine Nerven zu kurz für den Scheiß sind und dann hilft es überhaupt nich, dass es sogenannte besänftigende Musik sein soll, wenn sie zu laut und gegen den Geschmack gebürstet ist – und das muss sie sein, schließlich reg ich mich ja gerade darüber auf – und wie der Satz beendet werden kann, fällt mir gerade auch nich ein, weil ich mich nämlich nich denken hören kann vor lauter gesungenem, gestampftem, protzigem Lärm und das heißt wohl, dass ich meine Gedanken von Zeit zu Zeit lieber habe als das Gedudel, in das sie gegen meinen Willen eingelegt werden.

Wieso bloß brennen Radios nie, wenn sie reif sind?

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Der Februar sagt Frühling, ich sag Hoppla.

Wir haben schon Februar, Februar in kleinen, ungeputzten Scheiben, durch die schon Frühling schubst, wenn man sie öffnet, die Luft riecht nach Wachstum und Erde und ich kann Amseln hüpfen sehen und singen hören, Amseln, die die 8 Grad+ bemerkt haben und damit was Sinnvolles tun, das klasse finden nämlich, weil sie das können, wo das Wetter schonmal da is, auch wenn der Kalender nichts davon weiß.

Wovon ich auch nichts weiß, is, wie’s weitergeht, nur hab ich das Warten eingestellt und das Bewerbungen schreiben angefangen und bei der ersten, die ich abgeschickt habe, war mein Adrenalin auf Frühlingsniveau – ey,  aber hallo, liebe Amseln, ich weiß, was ihr meint, wenn ihr dem Februar den Frühling glaubt: Veränderung macht Minihopser, jeden Tag nen neuen.