Die Idee: ein Mixbook

Musik. Mixtapes. Remixe.

Daran dachte ich, als ich mein Bücherregal beguckte und immer noch etwas sauer auf Herrn Martin war. Und dann ploppte ne Idee hoch: Warum nich ein Mixbook? Eine Geschichte, erzählt von allen, allen Büchern, die in meiner Regalwand sitzen. Die alten, die neuen, die Sachbücher, die King-Romane, die Moers-Welten, Tragödien, Grusel, Fantasy, jeder bitte nur einen Satz, whohooo! (Und so lernen die Helden meiner Kinderheit vielleicht endlich mal Daenerys kennen, nicht wahr, Herr Martin. Und ein paar Drachen.)

Ich werde also die Zeit, die ich habe, um auf Herrn Martin sauer zu sein, stattdessen nutzen, um jedes Buch einmal aus dem Regal zu nehmen, angefangen beim ersten, obere Reihe, von links nach rechts, es aufzublättern, einen Satz zu lesen, ihn abzutippen und es wieder weglegen.

Die Mixbook-Regeln (selbstgemacht und doppelt streng, nänänänä!), an die ich mich halten will:

Also, nee: das Vorwort gilt nich, sonst wird das nix mit einer Geschichte. Ein Satz pro Buch, fortlaufend. Das erste Buch macht den Opener mit dem ersten Satz, dann geht es mit jedem Buch um einen Satz weiter. (Ich hab schonmal mit einem Testlauf angefangen und gemerkt, wie toll es ist, dass manche Autoren Ein-Wort-Satz-Profis sind und andere keinen Satz unter ner halben Seite zuende fabuliert haben. Da werden sich Geschichten treffen, die sich sonst mit Achselzucken und Nase rümpfen abgetan und in ihren Einband geknautscht hätten.)

Veröffentlichen möchte ich in Kapiteln, wobei ein Kapitel einer Regalreihe entspricht. Der Anhang mit der Auflösung (Der wird den Anteil von 30 % sprengen, Herr Martin!), welche Bücher in das Mixbook eingeflossen sind, weil ich’s spannend find, ob sich manche Bücher durch nur einen Satz schon offenbaren oder ob es doch unmöglich ist, herauszulesen, wer da welchen Anteil beigetragen hat. Riesenraterei! Oder ob sie tatsächlich am Ende eine Einheit bilden, die Schnipsel. Eine dadaistische Geschichte vielleicht oder ein schräger Remix, in dem man nach Erinnerungen und Helden taucht oder gar nich erst reinfindet.

Also, Herr Martin, an dieser Art Quatsch sind Sie schuld. Und ich hab jetz keine Zeit, ich muss nämlich Bücher verbinden.

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Veröffentlicht in lese

2 Gedanken zu “Die Idee: ein Mixbook

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